4 Kolben für ein Halleluja – Boxer mit Punch

Typ 4 Motor mit Power

Käfertuning mit 2,6l KLAUS-Motor: 250 PS @ 6600 U/min

Die Motorsportsaison ist eröffnet:

Der orange 1303 mit den klassischen BBS Rädern ist in der motorsportaffinen Käferscene bei vielen Fahrern und Zuschauern für ein gutes Beschleunigungsvermögen und schnelle Rundenzeiten bekannt. Nordschleife, Hockenheim, Oschersleben und diverse andere Rennstrecken sind sein Revier (siehe z.B auch hier: http://boxergasse.forumieren.de/t298-akademisches-2012). Der Motor des schönen, sehr unauffälligen, im Stil der 70er und 80er Jahre gehaltenen Käfers wurde nach über 25.000 Rennkilometern dieses Jahr für die neue Rennsaison vorbereitet und wird sicher für eine Menge Fahrspaß auf der Rennstrecke sorgen. Der Motor hat nach seiner Revision nochmals an Leistung zugelegt und sollte mit seinen sehr gesunden 250 PS @ 6600 U/min und 285 Nm @ 4800 U/min aus nur 2,6l Hubraum bei 820 kg Fahrzeuggewicht für entsprechenden drehmomentstarken Vortrieb sorgen…

Trotz der allgemein recht moderat gehaltenen Modifikationen liegen bei einem recht niedrigen Drehzahlniveau fast 100 PS/l Hubraum an. Speziell modifizierte 48er Weber IDA Vergaser garantieren einen sauberen Leerlauf und ein explosionsartiges Ansprechverhalten. Geringfügig an den Einlasskanälen aufgeschweißte, originale Typ 4 Zylinderköpfe mit 46 mm Einlass und 40 mm Auslassventilen sorgen zusammen mit unserer Nockenwelle RK328 für die notwendige Leistung und unser Kühlsystem stellt eine ausreichende thermische Belastbarkeit sicher.

Schauen Sie sich die Leistungsmessung des 2,6l Motors auf unserem Prüfstand hier an:

Wir wünschen dem Fahrer viel Spaß und eine erfolgreiche sowie unfallfreie Motorsportsaison!

4 ever – eine langjährige Beziehung

Über 30 Jahre Käfertuning:

1980 wurde der erste Komplettmotor aus unserem Haus in Nordrhein-Westfalen für den Einsatz in einem 1303 S ausgeliefert. Das kürzlich wieder aufgetauchte, nebenstehende Bild aus unserem Archiv zeigt ein Foto des Fahrzeugs in den 80er Jahren neben einem anderen schnellen Käfer mit Überrollbügel.

2,0 l Hubraum erfreuten den stolzen Besitzer des Fahrzeugs einige Jahre, bis dann Motor samt Fahrzeug in der nähren Umgebung den Besitzer wechselten. Fast 30 Jahre verrichtete der Boxer seinen treuen Dienst, bis bei einem Käfertreffen ein betrunkener „Technikfan“ den Motor im Leerlauf durch stumpfes Gasgeben so weit überdrehte, bis Ventile und Kolben einander unsanft berührten. Der Motor war kaputt. Dieser traurige Zwischenfall diente schließlich als Anlass das Aggregat zu demontieren und das Fahrzeug komplett zu restaurieren. Der defekte Motor landete wieder in unserem Haus und erfuhr neben einer Reparatur auch eine Hubraumerweiterung auf 2,4 l mit einem daraus folgenden Leistungszuwachs. Im Jahr 2010, ziemlich genau 30 Jahre nach der ersten Auslieferung waren das Fahrzeug in neu erstrahltem Glanz und der Motor mit neuer Kraft wieder bereit für den langjährigen Betrieb im Straßenverkehr. Weitere Bilder zu dem Fahrzeug finden Sie unter Bild und Ton.

Dem Käfer mit Typ 4 Motoren aus unserem Haus sind übrigens alle an dieser Geschichte beteiligten Personen treu geblieben: auch die Besitzer der beiden silbernen Käfer im obersten Bild fuhren/fahren beide einen Jubi-Käfer mit 2,3 l Hubraum.

Viertelmeile im strömenden Regen

Sieger beim Käferblasen 1981

Sieger beim Käferblasen 1981

Käferblasen 1981:

Die Traktionsverhältnisse im Oktober 1981 erforderten ein starkes Nervenkostüm, um die vorhandene Leistung im strömenden Regen in Vortrieb umzusetzen. Genau das gelang Rolf Klaus mit seinem Typ 4 befeuerten Brezelkäfer. Das offene Geheimnis des Erfolges war ein butterweiches Anfahren und das nachdrückliche Durchbeschleunigen. Mit Zeiten von 14,75 bis 15,22 sec über die 400m Distanz avancierte er so schließlich zum „Held des Tages“ (Gute Fahrt, Heft 12, 1981) und fuhr den Sieg in der zweiten Klasse (straßenzugelassene Fahrzeuge) wie immer auf eigener Achse nach Hause. Mit von der Partie waren damals auch bekannte Größen wie Gert Kummetat, Heinz Willibald und der Getriebespezialist Bernd Rummenholl.

Aus dem Archiv: Brezelkäfer mit Turbolader

Brezelkäfer mit Turbolader

Brezelkäfer mit Turbolader

Lange bevor der Begriff Oldschool geprägt war:

Das Bild dieses blauen Brezelkäfers ist in den 70er Jahren entstanden. Heute würde man zur Beschreibung des Fahrzeugs mit den speziellen Lüftungsschlitzen in der Motorhaube vermutlich Begriffe wie Sleeper und Outlaw heranziehen… Vor etwa 40 Jahren werden das Fahrzeug und der Motor wohl für baffes Erstaunen gesorgt haben. Ein offensichtliches Detail an diesem 356 Motor ist sicher der große Turbolader. Bei genauerer Betrachtung der Luftfilter ist aber noch eine interessante Klappensteuerung zu erkennen, die es ermöglicht hat das ungewöhnliche Aggregat bis zum Anliegen eines geeigneten Ladedrucks als gut fahrbaren Saugmotor zu betreiben. Danach schlossen sich die Klappen und mehr als ein bar Ladedruck verhalf diesem Super 90 Motor zu etwa 180 PS. Das für damalige Zeiten enorme Beschleunigungsvermögen wird vermutlich bei einigen Besitzer damals neuer Oberklasselimousinen für Verzweiflung gesorgt haben. Wegen mangelnder Ladeluftkühlung und nicht vorhandener thermischer Standfestigkeit hatte der Turbolader aber nur eine Boostfunktion, Dauervollgasfahrten auf der Autobahn waren nicht möglich.

 

Karmann Ghia mit Typ 4 Motor

Karmann Ghia

Karmann Ghia mit 2,0l KLAUS-Motor, fotografiert Anfang der 80er Jahre

Karmann Ghia Cabrio

Karmann Ghia Cabrio, seit den 80er Jahren mit KLAUS-Motor unterwegs, fotografiert 2012 beim Kundentreffen

Karmann Ghia mit KLAUS-Motor, das Fahrzeug wird gerne für historische Rallys eingesetzt, fotografiert 2009 beim Maikäfertreffen in Hannover

Karmann Ghia mit KLAUS-Motor, das Fahrzeug wird gerne für historische Rallys eingesetzt, fotografiert 2009 beim Maikäfertreffen in Hannover

3 x Karmann Ghia mit Typ 4 Motor:

Nicht nur Käfer werden seit über 30 Jahren mit KLAUS-Motoren betrieben. Auch dem windschlüpfrigen Karmann verhelfen wir schon lange zu besseren Fahrleistungen.

Das oberste Bild ist Anfang der 80er Jahre entstanden, der Motor ist mit einer ganz frühen Version des Gebläsekastens und Ansauggeräuschdämpfers entstanden. Leider ist der damalige Besitzer schon früh verstorben. Über den Verbleib des Fahrzeug ist uns nicht bekannt. Vielleicht fährt es ja noch.

Das mittlere Bild ist bei unserem Kundentreffen im Jahr 2012 entstanden. Das Fahrzeug ist schon seit den 80er Jahren mit einem KLAUS-Motor unterwegs. Schön, wenn man Fahrzeug und Fahrer nach so vielen Jahren noch einmal wieder trifft.

Das untere Bild ist im Jahr 2009 beim Maikäfertreffen in Hannover entstanden. Der Besitzer des Fahrzeug nimmt gerne und erfolgreich an historischen Rallys teil.

Längsdynamik

Vortrieb:

Sehen Sie, wie der Käfer jeden noch verbleibenden Meter Asphalt der Rennstrecke begierig aufzusaugen scheint. Hören Sie, wie die Aktion dabei noch von einem kernigen Boxersound begleitet wird. Viel Spaß bei diesem kurzen Videoclip!

Netzfundstücke

Motorsport

Käfer mit KLAUS-Motor bei einem Clubslalom

Motorsport:

Der Besitzer und Fahrer dieses eleganten Fahrzeugs mit KLAUS-Motor nimmt gerne und erfolgreich an Slalom- und Rundstreckenrennen teil. Der drehfreudige Motor aus unserem Haus bereitet dem Fahrer und den Zuschauern schon seit vielen Rennkilometern eine Menge Spaß. Wer so im Motorsport aktiv ist wird natürlich auch gesehen. Das eingefügte Video von diesem Fahrzeug haben wir auf youtube gefunden. Wir haben die Diskussion zum Video übrigens auch gelesen und können die Fragen aufklären. Der Motor hat keinen Turbo und keine geradverzahnte Nockenwelle. Mehr Bilder zu diesem Fahrzeug finden Sie auf unserer Webseite unter: Bild und Ton

Archivmaterial

Typ 4 Motor für den Käfer: 2,0l von 198?

2,4l KLAUS-Motor

Als wäre das Fahrzeug so vom Band gelaufen:

Tuning oder Serie? Eigentlich sieht für den unbedarften Betrachter alles irgendwie original aus. Der Typ 4 Motor aus unserem Haus integrierte sich damals wie heute nahtlos in den Motorraum des Käfers. Das Bild dieses vor etwa 30 Jahren ausgelieferten 2,4l Aggregats stammt aus den 80er Jahren, es lässt sich aufgrund des Ansauggeräuschdämpfers mit den seitlichen Resonanzbehältern aus GFK auf einen Zeitraum vermutlich zwischen 1982 und 1983 zurückdatieren.

Fahrdynamik

001

Montage des KLAUS-Motors

cw=0,35 bei 180 km/h:

Das sind die Randbedingungen, die zusammen mit einer Motorleistung von etwa 110 kW und einem Fahrzeuggewicht von kaum mehr als 900kg recht genau umschreiben, wie dynamisch und schnell dieses Fahrzeug mit seinem 2,3l KLAUS-Motor bewegt werden kann. Das einmalige und richtungsweisende Design dieser Abtrieb erzeugenden Karosserie entstand bereits 1965. Die Umsetzung zum fertigen Fahrzeug erfolgte in den folgenden Jahren. Neben dem aerodynamischen Konzept und einer neutralen Gewichtsverteilung weist das Fahrzeug noch weitere erstaunliche konstruktive Details auf, die der damaligen Zeit weit voraus waren. Käuflich erwerben kann man diesen schönen Sportwagen nicht, da der Eigenbau ein Einzelstück ist.

bullet proof engine

2,4l_Unfall_01

Beschädigter 2,4 l KLAUS-Motor

2,4l_Unfall_02

Stark deformierter Schalldämpfer

Massive Beschleunigung:

Als im Jahr 1997 eine bayrische Oberklasselimousine in extralanger Ausführung mit 70 km/h ungebremst in den vorschriftsmäßig an einer roten Ampel stehenden Käfer fuhr, wurde dem Besitzer und Fahrer des sehr gepflegten Käfers klar, dass auch ein KLAUS-Motor nicht unzerstörbar ist. Glücklicherweise erlitt bei dem Unfall niemand bedrohliche Verletzungen. Durch den enormen Massenunterschied der Fahrzeuge wurde der Käfer allerdings so immens beschleunigt, dass der Fahrer durch den Aufprall ohnmächtig wurde und mit der Hand eine Beule in das Dach seines Fahrzeug schlug. Neben der daraufhin gebrochenen Hand und der beiden total beschädigten Fahrzeuge (und des Typ 4 Motors aus unserem Haus) sind keine weiteren Verluste bekannt.