Archiv für den Monat April 2013

WOT?

Wide Open Throttle…

Das Video zeigt einen bei etwa 120 km/h eingeleiteten Beschleunigungsvorgang. Die ausreichende Beschleunigung des 2,6l Motors ist deutlich am Zündschlüssel zu erkennen. Der von Fahrzeug und Motor erreichte Fahrleistungswert von 0-100 km/h ist mit circa 5 Sekunden eigentlich relativ uninteressant, da die Traktionsfähigkeit der Reifen schon an der Grenze ist. Der Wert von 0-160 km/h in etwa 11 Sekunden ist wesentlich eindrucksvoller, da er mehr über die Möglichkeit zur zügigen Fortbewegung auf der Autobahn Auskunft gibt. Die gute Schaltbarkeit des sauber montierten Fünfganggetriebes aus Zuffenhausen trägt sicher auch dazu bei.

Typ 1 oder Typ 4 Motor im Käfer?

KLAUS-Motor - 2,4 l Typ 4

KLAUS-Motor auf Typ 4 Basis

Warum Typ 4?

Bei der Frage nach Mehrleistung sind sich die meisten Käferfahrer einig: es soll etwas schneller gehen. Bei der Frage nach dem Motorkonzept scheiden sich die Geister häufig aus Gründen des Geschmacks aber auch der Kosten. Aus technischer Sicht besteht für uns kein Zweifel an der richtigen, historisch authentischen Lösung zur Steigerung der Fahrleistung – es ist natürlich der Typ 4 Motor.

Bedient man sich aus dem Ersatzteilregal des Konzerns mit Stammsitz in Wolfsburg, kommen der originale Typ 1 (aus dem VW Käfer, Karmann und anderen) und Typ 4 Motor (aus dem VW 411/412, VW Bus T2/T3, VW-Porsche 914) als luftgekühlte Antriebsquelle in Frage. In beiden Fällen stehen originale, qualitativ hochwertige Komponenten zur Verfügung, die für eine lange Lebensdauer bekannt sind. Aus konstruktiver Sicht bestehen jedoch erhebliche Unterschiede, da bei der damaligen Entwicklung  und Weiterentwicklung der Motoren sicher vollkommen unterschiedliche Anforderungen im Lastenheft der sehr verschiedenen Gesamtfahrzeuge gestanden haben müssen.

Der Typ 4 Motor hat im Vergleich zum Typ 1 einen größeren Zylinderabstand mit einer daraus resultierenden dickeren Lagerstuhlbreite, eine bessere Verrippung der Zylinder sowie Zylinderköpfe und großzügigere Querschnitte der Gaswechselkanäle und Ventile.

Mit einigen Tricks lassen sich dem original im Käfer verbauten Typ 1 Motor schnell 100 PS entlocken. Wenn mehr Leistung verlangt wird, werden teure Spezialteile und eine andere, nicht mehr original aussehende, Motorkühlung benötigt. Die Lebensdauer und Belastbarkeit des Motors leidet erheblich aufgrund der erläuterten konstruktiven Details.

Der Typ 4 Motor, der schon in einer originalen Variante mit 2,0l Hubraum 100 PS leistete, ist deswegen die standfestere Lösung zur Leistungssteigerung des Käfers. Vergleicht man nun einen Typ 1und Typ 4 Motor mit etwa 140 PS bezüglich der Anschaffung und Lebensdauer, relativiert sich der vermeintliche Preisvorteil des Typ 1 recht schnell. Mit unserem, mehr als 30 Jahre bestehenden, Konzept bieten wir eine standfeste Möglichkeit dem Käfer zu besseren Fahrleistungen zu verhelfen und ihn problemlos im Straßenverkehr und auf der Rennstrecke zu bewegen. Das Fahrzeug bleibt dabei völlig unauffällig und ist noch möglichst leise und sparsam. Wenn für Sie historische Authentizität und dauerhafter Fahrspaß wichtig sind, ist ein Typ 4 Motor aus unserem Haus genau das Richtige für Sie.

Maikäfertreffen 2013

Saisonauftakt:

Die ersten Sonnenstrahlen haben sich nach dem langen Winter schon gezeigt, doch spätestens zum 1. Mai geht es wieder los. Auch wir sind dabei, egal ob bei Regen oder Sonnenschein. Ganz im Sinne eines entspannten Treffens reisen wir seit 10 Jahren auf eigener Achse und ohne Stand an, um Ihnen die neusten Entwicklungen direkt am Fahrzeug zu präsentieren. Auch dieses Mal gibt es natürlich etwas Neues zu sehen.

Wir möchten Ihnen, wie auch schon einmal im Jahr 2003, die neuste Version des Ansaug-geräuschdämpfers vorstellen. Die Weiter-entwicklung schafft noch mehr Platz im Motorraum und bietet einen gesteigerten Geräuschkomfort.

Wir freuen uns wie immer auf Gespräche mit Ihnen zum luftgekühlten Hobby, die das Maikäfer-Team in diesem Rahmen nun schon zum 30.sten Mal möglich macht!

Sie finden uns in Hannover auf dem Messeparkplatz Ost diesmal an einer etwas anderen Stelle. Weitere Informationen zum Käfertreffen und zur Platzbelegung finden Sie unter http://www.kaefertreffen.de/.

4 Kolben für ein Halleluja – Boxer mit Punch

Typ 4 Motor mit Power

Käfertuning mit 2,6l KLAUS-Motor: 250 PS @ 6600 U/min

Die Motorsportsaison ist eröffnet:

Der orange 1303 mit den klassischen BBS Rädern ist in der motorsportaffinen Käferscene bei vielen Fahrern und Zuschauern für ein gutes Beschleunigungsvermögen und schnelle Rundenzeiten bekannt. Nordschleife, Hockenheim, Oschersleben und diverse andere Rennstrecken sind sein Revier (siehe z.B auch hier: http://boxergasse.forumieren.de/t298-akademisches-2012). Der Motor des schönen, sehr unauffälligen, im Stil der 70er und 80er Jahre gehaltenen Käfers wurde nach über 25.000 Rennkilometern dieses Jahr für die neue Rennsaison vorbereitet und wird sicher für eine Menge Fahrspaß auf der Rennstrecke sorgen. Der Motor hat nach seiner Revision nochmals an Leistung zugelegt und sollte mit seinen sehr gesunden 250 PS @ 6600 U/min und 285 Nm @ 4800 U/min aus nur 2,6l Hubraum bei 820 kg Fahrzeuggewicht für entsprechenden drehmomentstarken Vortrieb sorgen…

Trotz der allgemein recht moderat gehaltenen Modifikationen liegen bei einem recht niedrigen Drehzahlniveau fast 100 PS/l Hubraum an. Speziell modifizierte 48er Weber IDA Vergaser garantieren einen sauberen Leerlauf und ein explosionsartiges Ansprechverhalten. Geringfügig an den Einlasskanälen aufgeschweißte, originale Typ 4 Zylinderköpfe mit 46 mm Einlass und 40 mm Auslassventilen sorgen zusammen mit unserer Nockenwelle RK328 für die notwendige Leistung und unser Kühlsystem stellt eine ausreichende thermische Belastbarkeit sicher.

Schauen Sie sich die Leistungsmessung des 2,6l Motors auf unserem Prüfstand hier an:

Wir wünschen dem Fahrer viel Spaß und eine erfolgreiche sowie unfallfreie Motorsportsaison!

4 ever – eine langjährige Beziehung

Über 30 Jahre Käfertuning:

1980 wurde der erste Komplettmotor aus unserem Haus in Nordrhein-Westfalen für den Einsatz in einem 1303 S ausgeliefert. Das kürzlich wieder aufgetauchte, nebenstehende Bild aus unserem Archiv zeigt ein Foto des Fahrzeugs in den 80er Jahren neben einem anderen schnellen Käfer mit Überrollbügel.

2,0 l Hubraum erfreuten den stolzen Besitzer des Fahrzeugs einige Jahre, bis dann Motor samt Fahrzeug in der nähren Umgebung den Besitzer wechselten. Fast 30 Jahre verrichtete der Boxer seinen treuen Dienst, bis bei einem Käfertreffen ein betrunkener „Technikfan“ den Motor im Leerlauf durch stumpfes Gasgeben so weit überdrehte, bis Ventile und Kolben einander unsanft berührten. Der Motor war kaputt. Dieser traurige Zwischenfall diente schließlich als Anlass das Aggregat zu demontieren und das Fahrzeug komplett zu restaurieren. Der defekte Motor landete wieder in unserem Haus und erfuhr neben einer Reparatur auch eine Hubraumerweiterung auf 2,4 l mit einem daraus folgenden Leistungszuwachs. Im Jahr 2010, ziemlich genau 30 Jahre nach der ersten Auslieferung waren das Fahrzeug in neu erstrahltem Glanz und der Motor mit neuer Kraft wieder bereit für den langjährigen Betrieb im Straßenverkehr. Weitere Bilder zu dem Fahrzeug finden Sie unter Bild und Ton.

Dem Käfer mit Typ 4 Motoren aus unserem Haus sind übrigens alle an dieser Geschichte beteiligten Personen treu geblieben: auch die Besitzer der beiden silbernen Käfer im obersten Bild fuhren/fahren beide einen Jubi-Käfer mit 2,3 l Hubraum.

Viertelmeile im strömenden Regen

Sieger beim Käferblasen 1981

Sieger beim Käferblasen 1981

Käferblasen 1981:

Die Traktionsverhältnisse im Oktober 1981 erforderten ein starkes Nervenkostüm, um die vorhandene Leistung im strömenden Regen in Vortrieb umzusetzen. Genau das gelang Rolf Klaus mit seinem Typ 4 befeuerten Brezelkäfer. Das offene Geheimnis des Erfolges war ein butterweiches Anfahren und das nachdrückliche Durchbeschleunigen. Mit Zeiten von 14,75 bis 15,22 sec über die 400m Distanz avancierte er so schließlich zum „Held des Tages“ (Gute Fahrt, Heft 12, 1981) und fuhr den Sieg in der zweiten Klasse (straßenzugelassene Fahrzeuge) wie immer auf eigener Achse nach Hause. Mit von der Partie waren damals auch bekannte Größen wie Gert Kummetat, Heinz Willibald und der Getriebespezialist Bernd Rummenholl.