Ölkühlung

Ölkühlung und Verlegung der Ölschläuche:

Luftgekühlte Boxermotoren benötigen in der Regel eine externe Ölkühlung. Bei einer höheren Leistungsdichte ist es meist zielführend den Ölkühler in der direkt vom Fahrtwind angeströmten Fahrzeugfront zu platzieren. Beim Käfer und seinen artverwandten Fahrzeugen kann der Ölkühler einfach an oder in der Nähe der Vorderachse montiert werden. Die Ölleitungen können bis zum Ölkühler wie nachfolgend beschrieben und bebildert verlegt werden:

Ab dem Thermostaten verläuft die Leitung mit dem vom Motorbetrieb erwärmten Öl auf der Beifahrerseite bis zum Ölkühler und tritt dort auf der Seite mit dem unteren Anschluss in diesen ein. Das heruntergekühlte Öl wird dann auf der Fahrerseite zurückgefördert und tritt dann in der unteren Öffnung des Thermostaten in den Motor ein.

Die Ölschläuche sollten mit unseren Ölschlauchhaltern im seitlichen Profil des Rahmens verlegt werden. Dort liegen sie gut geschützt gegen mechanische Beschädigungen. Die Ölschlauchhalter werden zusammen mit den originalen Aufbauschrauben und Unterlegplatten an den dafür vorgesehen Löchern befestigt. Die Ölschlauche werden bei der Montage nach und nach in Schlaufen durch die Löcher der Ölschlauchhalter gezogen und dann am Ölkühler und Thermostaten befestigt. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Schlauch nicht unter Spannung verlegt wird und kein Scheuern oder Knicken auftritt. Weiterhin darf der Schlauch nicht mit dem heißen Auspuff in Berührung kommen.

Eine Ölschlauchverlegung durch den Rahmen lehnen wir ab, da der Rahmentunnel und die sich darin befindliche Benzinleitung aufheizt. Weiterhin ist keine Kontrolle über den Zustand des Schlauches möglich. Die Demontage der Schaltstange, die beispielsweise bei der Reparatur der Schaltstangenführung erforderlich wird, ist unter Umständen nicht mehr ohne weiteres möglich, da der Ölschlauch oder die Ölleitung das Herausziehen der Stange nach vorne behindert.

Die nachfolgenden Beispiele zeigen wie Ölschläuche und Ölkühler einfach und sicher befestigt werden können. Die Befestigung in Motornähe ist so vorzunehmen, dass ein ausreichender Abstand zum Auspuff gegeben ist und die Bewegung des Motors in dessen Lagerung durch die Schlauchverlegung kompensiert werden kann. Weiterhin darf sich der Schlauch nicht zu dicht am Ventildeckel befinden, da dieser sonst nicht mehr geöffnet werden kann. Zur definierten Führung und Umlenkung der Ölschläuche kann beispielsweise ein Aluminiumrohr verwendet werden. Beim Übergang auf die Schlauchführung entlang des Rahmenprofils sollte darauf geachtet werden, das der Schlauch nicht exponiert verlegt wird und vom Wagenheber beschädigt werden kann.

Es ist günstig einen Schacht zur Befestigung des Ölkühlers und Lenkung des Fahrtwindes herzustellen. Bei einigen Fahrzeugen ist es nicht möglich den Ölkühler an der Fahrzeugfront zu befestigen. Hier hat es sich als ausreichend erwiesen einen passend dimensionierten und im Luftstrom liegenden Ölkühler im Bereich des Kofferraumbodens zu montieren. Die abgebildeten Beispiele zeigen die Lösung für einen Mexicokäfer und Porsche 356.

Bitte führen Sie die beschriebenen Tätigkeiten nur aus, wenn Sie den notwendigen technischen Sachverstand und die erforderlichen Werkzeuge besitzen. Bitte beachten Sie, dass Sie für den Erfolg Ihres Umbaus selbst verantwortlich sind. Wir können keine Gewähr für die Richtigkeit der hier veröffentlichen Angaben geben.

 

Umbautipps: Basisfahrzeug B

Basisfahrzeug B
Fahrwerksmerkmale VW Typ 11 (Limousine) und Typ 15 (Cabrio): kurzer Vorderwagen mit Kugelgelenk-Vorderachse und Pendelachse hinten.

Fertigungsdaten Typ 11: von Erstzulassung August 1965 bis Produktionsende Mexicokäfer / Fahrgestell-Nr. 116 000 001 bis Produktionsende

Produktionsdaten Typ 15: von Erstzulassung 1965 bis Juli 1970 / Fahrgestell-Nr. 156 000 001 bis 150 3100 000

Das Basisfahrzeug B passt zu Ihnen, wenn Sie die modernere Form des Käfers mit seinen größeren Fensterflächen oder auch die stehenden Scheinwerfer und eckigen Stoßstangen der jüngeren Fahrzeuge dieses Typs mögen. Die Verfügbarkeit und der gegenüber den anderen Typen günstigere Anschaffungspreis bietet eine ideale Basis, um in das Käfer-Hobby einzusteigen. Für die Kugelgelenkvorderachse sind verschiedene leistungsstarke Bremsanlagen am Markt erhältlich. Eine übermäßige Steigerung der Fahrleistung dieses Fahrzeugtyps ist aber aufgrund der Pendelachse begrenzt. Bei höheren Geschwindigkeiten kann der Käfer bei zu geringer Tieferlegung der Hinterachse durch den karosseriebedingten Auftrieb schon bei Geradeausfahrt in einen Fahrzustand mit positivem Sturz gelangen. Weiterhin sind die Gleitsteine ohne zusätzliche Modifikationen des Getriebes bei höheren Geschwindigkeiten einem sehr hohen Verschleiß durch Schmiermangel ausgesetzt.

In den 1980er Jahren haben wir viele 2,0l Motoren an Kunden mit Fahrzeugen des Basistyps B ausgeliefert. Ab einem Hubraum von 2,4l fahren unsere Kunden in der Regel mit Fahrzeugen, die auf das modernere Schräglenkerfahrgestell umgerüstet worden sind.

Notwendige Änderungen Basisfahrzeug B:
Das Fahrwerk des Basistyp B wurde seit August 1965 bis zum letzten Mexico-Käfer produziert. Im Cabrio wurde dieses Fahrwerk nur bis Juli 1970 verbaut und mit dem 1302 Cabrio durch die Kombination der Federbein-Vorderachse mit der Schräglenker-Hinterachse abgelöst. Die Kugelgelenk-Vorderachse ist für alle Modelle ab August 1965 (Fahrgestell-Nr. 116 000 001) identisch, jedoch aufgrund des unterschiedlichen Achsrohrabstands nicht gegen die bis Juli 1965 verwendete Bundbolzen-Vorderachse austauschbar. Die für eine Leistungssteigerung erforderlichen Änderungen sind im Folgenden aufgelistet.

Rahmen: Der Rahmen des Basisfahrzeugs B kann bei Mexicokäfern neueren Datums relativ einfach durch Nachrüsten der hinteren Aufnahmen für die Schräglenker zu einem Basisfahrzeug C umgebaut werden. Eine praktische Anleitung finden Sie in Helmut Horns Buch „Käfer-Tuning mit Hand und Fuß, Band 1: Bodengruppentherapie“, das im Helmut Horn Verlag erschienen ist. (ISBN 3-928593-00-5).

Bei dem Umbau ist unbedingt zu beachten, dass es sich um eine zulassungsrelevante Fahrwerksänderung handelt! Im Fall der Änderung gelten dann die notwendigen Umbaumaßnahmen für das Basisfahrzeug B (Elektrik und Bremse) und C (Fahrwerk, Räder und Reifen sowie Getriebe).

Fahrwerk: Die Hinterachse hat bis Juli 1966 (Fahrgestell-Nr. 116 1021 300) eine zu schmale Spurweite für eine Leistungssteigerung. Sie muss mit Serienteilen auf eine breite Spur umgebaut werden oder durch das Getriebe/Hinterachsaggregat der neueren Modelle ersetzt werden.

Der hintere Radsturz und die Fahrzeughöhe werden durch das Verstellen der hinteren Drehstäbe reduziert, die Einfederungsanschläge werden zur Erhaltung des Restfederweges gegebenenfalls gekürzt. Als Sport-Stoßdämpfer kommen beispielsweise die Fabrikate Koni (Ausführung rot), Bilstein (Gasdruckstoßdämpfer) oder Sachs in Frage. Die ab August 1966 (Fahrgestell-Nr. 117 000 001) meist vorhandene serienmäßige Ausgleichsfeder kann durch den Austausch der senkrechten Verbindungsstangen zur stufenlosen Verstellung des Radsturzes und der Fahrzeughöhe genutzt werden. Falls keine Ausgleichsfeder, jedoch die karosserieseitigen Aufnahmen vorhanden sind, kann diese höhenverstellbare Hinterachse problemlos nachgerüstet werden. Eine Änderung der Karosserie zum Nachrüsten bei älteren Modellen ist aufgrund des hohen Aufwandes nicht empfehlenswert.

An der Vorderachse ist die zusätzliche Vorderachsabstützung nachzurüsten. Ein Stabilisator und Lenkungsdämpfer sind bereits vorhanden. Bei mehr als 55 kW/75 PS ist das Fahrzeug durch Austausch des Vorderachskörpers tieferzulegen. Die Lenkbegrenzung der Vorderräder wird an den Begrenzungsschrauben neben dem Lenkgetriebe eingestellt.

Bremse: Als Bremsanlage sind ab August 1966 (Fahrgestell-Nr. 117 000 001) bereits bei einigen Modellen vordere Scheibenbremsen eingebaut. In diesem Fall sind nur die Bremssättel und der Hauptbremszylinder auszutauschen, gegebenenfalls müssen auch die hinteren Radbremsen auf 40 mm breite Bremsbacken (nur nötig bis Modelljahr 1967) umgerüstet werden. Sollte das Basisfahrzeug rundum mit Trommelbremsen ausgerüstet sein, ist die Vorderachse auf Scheibenbremsen mit den dazugehörigen Achsschenkeln umzurüsten, wobei die hinteren Trommelbremsen dem Serienstand ab Modelljahr 1968 entsprechen müssen. Bis zu einer Motorleistung von 55 kW/75 PS ist auch der Einbau einer Typ 3 Trommelbremsanlage rundum (Fünflochräder mit Lochkreis 205 mm Durchmesser – entsprechend der Bremsanlage des VW 1500/1500 S bis Juli 1965) möglich und zulässig. Wir raten jedoch von diesem Umbau ab, da die Teile neu nicht mehr und gebraucht kaum noch erhältlich sind. Als weitere Möglichkeit gibt es Bremsanlagen mit geändertem Lochkreis-Durchmesser, um bauartfremde Felgen aufzunehmen. Bei einer höheren Leistungssteigerung sind gegebenenfalls hintere Scheibenbremsen nötig.

Die vorderen Bremsschläuche dürfen weder beim Einschlag und gleichzeitigem Durchfedern noch bei vollem Ausfedern spannen oder streifen. Bei den Handbremsseilen ist sicherzustellen, dass sie auch bei hochgehobenem Fahrzeug nicht spannen.

Räder und Reifen: Für die Bereifung bei mehr als 55 kW/75 PS sind 5 1/2Jx15 Felgen mit 185/65 R15 Reifen obligatorisch, bis 55 kW/75 PS sind 4 1/2Jx15 Felgen mit 165 R15 Reifen ausreichend.

Getriebe: Für die Fahrzeugen mit Erstzulassung ab dem 01.10.1971 gilt die mit dem Datum geänderte Abgasgesetzgebung, die bei der Wahl der richtigen Hinterachsübersetzung zu beachten ist. Der 2,0l KLAUS-Motor ist laut unseres Gutachtens von 1987 mit einem Achsantrieb von 3,875 oder 4,125:1 und einem 4.ten Gang der Übersetzung 0,89 oder 0,93 (als Original-Teil nur feinverzahnt erhältlich) zu betreiben. Allgemein sollte ein grob verzahnter 4.ter Gang verwendet werden. Die Gangräder sollten unbedingt verschweißt werden, da sich sonst durch das eingeleitete Drehmoment der Synchronringkörper verdrehen kann und das Getriebe blockiert. Ab August 1972 (Fahrgestell-Nr. 113 2000 001) wurde eine werkseitig weichere Getriebeaufhängung verwendet. Es empfiehlt sich die Aufhängung auf die härtere Version der vorhergehenden Modelljahre umzuändern, um ein Aufschwingen des stärkeren Motors zu vermeiden.

Elektrik: Das Basisfahrzeug B kann bereits mit 12 Volt Bordstromnetz ausgerüstet sein. Andernfalls muss eine Umrüstung von 6 auf 12 Volt Bordspannung erfolgen.

Empfohlener Reifendruck: Der empfohlene und auch bei hohen Geschwindigkeiten bewährte Reifendruck für zwei Fahrzeuginsassen ohne Zuladung beträgt bei den genannten Reifen- und Felgendimensionen: Vorderachse: 1,8 bar, Hinterachse: 2,5 bar.

Wichtiger Hinweis: Bei allen Fahrzeuge, die im Geltungsbereich der StVZO zugelassen werden sollen, müssen die Fahrwerksänderungen und der leistungsgesteigerte Motor in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Bitte klären Sie sämtliche Modalitäten und Zulassungsvorschriften unbedingt vor dem Umbau mit Ihrer Zulassungsbehörde ab!

Bitte führen Sie die beschriebenen Tätigkeiten nur aus, wenn Sie den notwendigen technischen Sachverstand und die erforderlichen Werkzeuge besitzen. Bitte beachten Sie, dass Sie für den Erfolg Ihres Umbaus selbst verantwortlich sind. Wir können keine Gewähr für die Richtigkeit der hier veröffentlichen Angaben geben.

 

Hinweis

Liebe Kunden und Lieferanten,

seit dem Wochenende können wir nur eingeschränkt Emails empfangen und versenden, aktuell funktioniert der Telefonanschluss auch nicht mehr. Wir arbeiten an einer Lösung und sind zwischenzeitlich erreichbar unter

0152-53249414

Mit freundlichen Grüßen, Ihr KLAUS-Team

Umbautipps: Basisfahrzeug A

Basisfahrzeug A

Fahrwerksmerkmale VW Typ 11 (Limousine) und Typ 15 (Cabrio): kurzer Vorderwagen mit Bundbolzen-Vorderachse und Pendelachse hinten.

Fertigungsdaten Typ 11 und Typ 15: von Produktionsbeginn bis Juli 1965 / Fahrgestell-Nr. 1 bis 115 999 000

Das Basisfahrzeug A passt zu Ihnen, wenn Sie die klassische Form des Käfers mit seinen filigranen, geschwungenen Formen mögen. Die Leistungssteigerung von Fahrzeugen dieses Typs ist gegenüber den anderen, späteren Modellvarianten eher aufwendig und teuer. Qualitativ hochwertige Ersatzteile sind sowohl neu, als auch gebraucht teilweise schwer zu beschaffen. Sollten Sie die Mühen der Anschaffung einer geeigneten Basis für Ihr Projekt und dessen Umbau auf sich nehmen, werden Sie am Ende mit einem leichten, fahraktiven Fahrzeug belohnt. Unsere Kunden bewegen Ihre auf Schräglenkerfahrwerk umgerüsteten Käfer des Basistyps A gerne mit wenigstens 2,4l Hubraum vor allem im Straßenverkehr.

 

Die im Folgenden beschriebenen Änderungen waren für die Eintragung unseres 55 kW starken 1,8l Motors gemäß des dafür Anfang der 1980er Jahre erstellten TÜV-Grundgutachtens erforderlich. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der ersten Auflage unserer Umbautipps Mitte der 1980er Jahre war diese, schon unter damaligen Gesichtspunkten, niedrige Leistung bereits obsolet. Die hier beschriebenen Umbaumaßnahmen bilden aber trotzdem eine gute Basis für höhere, ebenfalls vom TÜV akzeptierten Leistungssteigerungen.

Die technisch allgemein begrenzenden Faktoren bei einer über 55 kW hinausgehenden Leistungssteigerung stellen hierbei in erster Linie nicht die Fahreigenschaften der Pendelachse bei höheren Geschwindigkeiten, sondern die zur Verfügung stehende Bremsanlage und die Lebensdauer des Getriebes dar.

Notwendige Änderungen Basisfahrzeug A

Das Fahrwerk des Basisfahrzeugs A wurde seit Beginn der Serienfertigung bis Juli 1965 mit etlichen Änderungen gebaut.

Rahmen: Fahrzeuge mit Seilzugbremsen an allen vier Rädern und solche mit hydraulischer Bremsanlage bis Erstzulassung Juli 1955 (Fahrgestell-Nr. 1 – 929 745) werden zweckmäßigerweise mit einem geeigneten neuen oder gebrauchten Ersatzrahmen ausgerüstet, da der Einbau der Hinterachse mit breiter Spur und passenden Handbremsseilen am Originalrahmen nur unter großem Aufwand möglich ist.

Falls der originale Rahmen beibehalten werden soll, sind die Voraussetzungen für eine Leistungssteigerung bei Fahrzeugen ab Fahrgestell-Nr. 1 – 575 415 mit hydraulischer Bremse günstiger. Die Vorderachse hat lange Auslegearme für die Stoßdämpferbefestigung und die aus einem einteiligen Blech bestehenden Federstreben an der Hinterachse. Der Nachfüllbehälter für die Bremsflüssigkeit befindet sich im vorderen Kofferraum hinter dem Reserverad.

Mit einigen Änderungen ist es möglich das Basisfahrzeug A mit dem Rahmen des Basisfahrzeug B oder C  (siehe auch Basisfahrzeuge) auszurüsten, um damit eine solide Basis für ein höhere Leistungssteigerung zu schaffen.

Fahrwerk: Die Fahrzeughöhe und der hintere Radsturz werden durch das Verstellen der hinteren Drehstäbe angepasst, die Anschlaggummis der Federstreben sind dabei gegebenenfalls zu kürzen. Bei den Handbremsseilen ist sicherzustellen, dass sie auch bei hochgehobenem Fahrzeug auf keinen Fall spannen.

An der Vorderachse wird die zusätzliche Achsabstützung eingebaut und ein Stabilisator sowie Lenkungsdämpfer nachgerüstet. Die Spindellenkung, die teilweise bis Juli 1965 eingebaut wurde, sollte gegen die präzisere und robustere Rollenlenkung getauscht werden.

Bei mehr als 55 kW/75 PS ist das Fahrzeug vorn durch Umschweißen des Vorderachskörpers tieferzulegen. Allgemein ist zu beachten, dass die Bundbolzen-Vorderachse nicht gegen die Kugelgelenk-Vorderachse der Modelle ab August 1965 austauschbar ist, weil der Achsrohrabstand bei den Kugelgelenkachsen größer ist.

Zur Versteifung der gesamten Vorderachse kann der Vorderachskörper an den oberen Stoßdämpfer-Befestigungspunkten durch die Verwendung längerer Schrauben und Distanzhülsen mit der Karosserie zusätzlich verschraubt werden.

Die Achsschenkel müssen in jedem Fall absolut spielfrei sein und sind gegebenenfalls zu erneuern oder zu überholen. Bundbolzen-Vorderachsen sind sehr wartungsintensiv. Die Achsschenkel müssen regelmäßig in kurzen Intervallen kontrolliert und abgeschmiert werden.

Die Bundbolzenachsschenkel sind aufgrund ihrer filigranen Konstruktion rissgefährdet. Früher verlangte deswegen der TÜV verschiedentlich bei einer leistungssteigerungsbedingten Fahrwerksänderung den Austausch der alten Bundbolzenachsschenkel gegen Neuteile. Das Auffinden von Neuteilen ist heutzutage eher Glückssache. Die zu verbauenden Gebrauchtteile sind deswegen aufmerksam auf offensichtliche Beschädigungen und verborgene Risse zu prüfen. Häufig wurden die Achsschenkel durch eine nicht fachgerechte Demontage des Abstandsringes mit einem Schraubendreher oder Meißel beschädigt. Die so eingebrachten Kerben im rollverdichteten Radius am Übergang vom Achsscheneklbolzen zum Grundkörper sind nicht tolerierbar und können schnell zum Riss führen.

Als Stoßdämpfer in Sportausführung ist für das Basisfahrzeug A beispielsweise der rote Koni-Stoßdämpfer lieferbar.

Bremse: Als Bremsanlage kommt die komplette Trommelbremsanlage des Porsche 356 A oder B in Betracht. Die vorderen Bremsschläuche dürfen weder beim Einschlag und gleichzeitigem Durchfedern streifen, noch bei vollem Ausfedern spannen. Bei den Handbremsseilen ist sicherzustellen, dass sie auch bei hochgehobenem Fahrzeug nicht spannen.

Räder und Reifen: Als Räder kommen nur Fünflochräder mit 205 mm Lochkreisdurchmesser in Betracht. Es bieten sich an die Räder des Porsche 356 A/B (4 1/2 Jx15, ET 25) oder die gleichartigen Lemmerz-Sonderräder, bzw. Mangels 356 GT (5 1/2Jx15, ET 25) zu verwenden. Für mehr als 55 kW/75 PS sind 5 1/2Jx15 Felgen mit 185/65 R15 oder 195/60 R15 Reifen obligatorisch!

Der Einschlag der Vorderräder muss gegebenenfalls durch eine längere vordere Befestigungsschrauben der Bremsankerplatte begrenzt werden, um die Freigängigkeit der Räder bei vollem Lenkeinschlag sicherzustellen.

Getriebe: Als Hinterachse sollte die komplette Getriebeeinheit ab August 1966 verbaut werden. Das bei hohen Geschwindigkeiten auftretende, durch Schmiermangel hervorgerufene Fressen der Gleitsteine kann durch zusätzliche Ölrücklaufbohrungen an den seitlichen Getrieblagerdeckeln und einer Beschichtung der Gleitsteine reduziert werden.

Elektrik: Die elektrische Anlage muss auf 12 Volt umgerüstet werden.

Zulässige Fahrzeuggewichte: Die angegeben Fahrzeuggewichte werden vom TÜV für das Basisfahrzeug A eingetragen. Das Typenschild ist entsprechen zu ändern. Zulässiges Gesamtgewicht: 1050 kg, zulässige Hinterachslast: 600 kg

Empfohlener Reifendruck: Der empfohlene und auch bei hohen Geschwindigkeiten bewährte Reifendruck für zwei Fahrzeuginsassen ohne Zuladung beträgt bei den genannten Reifen- und Felgendimensionen: Vorderachse: 1,8 bar, Hinterachse: 2,5 bar.

Wichtiger Hinweis: Bei allen Fahrzeuge, die im Geltungsbereich der StVZO zugelassen werden sollen, müssen die Fahrwerksänderungen und der leistungsgesteigerte Motor in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Bitte klären Sie sämtliche Modalitäten und Zulassungsvorschriften unbedingt vor dem Umbau mit Ihrer Zulassungsbehörde ab!

Bitte führen Sie die beschriebenen Tätigkeiten nur aus, wenn Sie den notwendigen technischen Sachverstand und die erforderlichen Werkzeuge besitzen. Bitte beachten Sie, dass Sie für den Erfolg Ihres Umbaus selbst verantwortlich sind. Wir können keine Gewähr für die Richtigkeit der hier veröffentlichen Angaben geben.

 

Wir waren dann noch mal weg …

Das Wetter war einfach zu schön, um zu Hause zu bleiben:

Deswegen ging es letzte Woche noch einmal spontan von Norddeutschland nach Österreich ins schöne Pitztal. Es war wieder mal eine intensive Pässe-Tour durch die landschaftlich reizvollen Alpen. An dieser Stelle noch einmal „Greetings to the italian guys with the motorcycles! :-)“ …

Tun Sie es wie wir: Schnell die Koffer packen und noch einmal die letzten Sommertage genießen! Viel Spaß und gute Fahrt!

 

 

T1-Tour nach Norwegen

eat, sleep, drive bus, go fishing:

Von einem unserer Kunden haben wir diese eindrucksvollen Urlaubsbilder erhalten, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

Letztes Jahr lockte es den Besitzer des 64er VW T1 mit seinem 2,2l KLAUS-Motor nach Süd-Mittel-Norwegen.

Dieses Jahr ging es mit insgesamt 5000 zurückgelegten Kilometern auf einen längeren Trip in den Norden Norwegens. Auf der sehr freizeitaktiven Reise war die ganze Familie mit zwei Erwachsenen sowie den zwei, zehn und dreizehn Jahre alten Kindern dabei. Der Bulli diente dabei selbstverständlich als angemessenes Fortbewegungsmittel und Übernachtungsmöglichkeit für diese tolle Tour.

Die Etappen, Stationen und Erlebnisse auf dieser Strecke waren unter anderem:

– Start in Sachsen

– Fähre Kiel-Oslo

– Andenes über E6/E3 Saltstraumen (nördlichstes Ziel)

– Bleik

– Andøya (Strandurlaub mit Mitternachtssonne)

– Ringstad

– Vesterålen (große Dorsche gefangen)

– Lofoten (mit mehren Stationen und Übernachtung)

– Fähre Sørvågen-Bodø

– Küstenstraße bis Mo i Rana

– über E6 zurück

– Fähre Oslo-Kiel

– wieder am Ausgangsort

Wer möchte bei diesen tollen Bildern nicht auch gleich einsteigen und losfahren? Ein paar Tage hat dieser Sommer noch …

Wir waren dann mal weg

Motor Misson:

Letzte Woche ging es spontan ab in die Alpen. Wir waren insgesamt 3300 Kilometer von Österreich bis Slovenien unterwegs.

Die einzelnen Stationen des epischen Roadtrips waren: Start in Neuenkirchen – Gaichtpass – Hahntenjoch – Pitztal – Piller Höhe – Umbrailpass – Stilfserjoch – Reschenpass – Timmelsjoch – Jaufenpass – Obertilliach – Predilpass – Bovec (Slovenien) – Mangartsattel – Vrsicpass – Gmünd – Kölnbreinsperre – Maltatal – Katschberg – Tauernpass – Augsburg – Ulm (zwischen diesen beiden Stationen ging es mit einem Schnitt von 180 km/h schnell voran …) – Fulda – und wieder zurück zum Startpunkt! Es war mal wieder eine tolle Tour mit hohem Erlebniswert!

Wir sind nun wieder für Sie da und arbeiten alle Emails und Telefonanrufe ab.