Vorbereitung für die Winterruhe (Vergaser)

Kraftstoffaufbereitung:

Werden vor der Außerbetriebnahme keine Vorkehrungen getroffen, verdunstet der flüchtige Kraftstoff in der Regel in ein bis zwei Monaten und hinterlässt eine trockene Schwimmerkammer. Hierbei können sich Rückstände bilden, die möglicherweise eine Fehlfunktion der Schwimmernadelventile oder ein Verstopfen der Leerlaufgemischdüsen bewirken. Dies kann im ersten Fall zu überlaufenden Vergasern oder im zweiten Fall zu einem unrunden Motorlauf im Teillastbereich führen. Um an dieser Stelle vorzubeugen, kann das Benzin aus den Vergasern entfernt werden. Eine Ablassschraube ist bei den IDF Webervergasern konstruktiv nicht vorgesehen, deshalb bietet es sich an den Kraftstoff über die Bohrungen der herausgeschraubten Düsenstöcke abzusaugen.

Hierfür sind lediglich wenige Schritte erforderlich. Bitte führen Sie die beschriebenen Tätigkeiten nur aus, wenn Sie den notwendigen technischen Sachverstand und die erforderlichen Werkzeuge besitzen. Tragen Sie im Umgang mit dem giftigen Kraftstoff beständige Handschuhe.

Nehmen Sie sich dabei am besten erst den einen und dann den anderen Vergaser vor. Zuerst ist dafür ein Deckel der seitlichen Luftsammler des Ansauggeräuschdämpfers über das Lösen der zentralen Innensechskantschraube zu öffnen (siehe Bild Montagefreundlichkeit im Menü unter Ansaugtrakt). Achten Sie hierbei unbedingt darauf, dass Sie am offenen Motor arbeiten und nichts in die Ansaugwege fallen darf! Demontieren Sie dann, wie auf den Bildern dargestellt, einen Düsenstock, saugen das Benzin ab und schrauben den Düsenstock wieder handfest ein. (Achtung! Ist der Düsenstock nicht fest genug eingeschraubt, kann sich dieser im Betrieb lösen. Ein zu festes Anziehen führt im anderen Fall zu einer Beschädigung des Vergasers.) Füllen Sie das abgesaugte Benzin zurück in den Tank und schließen den seitlichen Deckel des Luftsammlers. Gehen Sie dann auf der anderen Motorseite analog vor.

Typ 1 oder Typ 4 Motor im Käfer?

KLAUS-Motor - 2,4 l Typ 4

KLAUS-Motor auf Typ 4 Basis

Warum Typ 4?

Bei der Frage nach Mehrleistung sind sich die meisten Käferfahrer einig: es soll etwas schneller gehen. Bei der Frage nach dem Motorkonzept scheiden sich die Geister häufig aus Gründen des Geschmacks aber auch der Kosten. Aus technischer Sicht besteht für uns kein Zweifel an der richtigen, historisch authentischen Lösung zur Steigerung der Fahrleistung – es ist natürlich der Typ 4 Motor.

Bedient man sich aus dem Ersatzteilregal des Konzerns mit Stammsitz in Wolfsburg, kommen der originale Typ 1 (aus dem VW Käfer, Karmann und anderen) und Typ 4 Motor (aus dem VW 411/412, VW Bus T2/T3, VW-Porsche 914) als luftgekühlte Antriebsquelle in Frage. In beiden Fällen stehen originale, qualitativ hochwertige Komponenten zur Verfügung, die für eine lange Lebensdauer bekannt sind. Aus konstruktiver Sicht bestehen jedoch erhebliche Unterschiede, da bei der damaligen Entwicklung  und Weiterentwicklung der Motoren sicher vollkommen unterschiedliche Anforderungen im Lastenheft der sehr verschiedenen Gesamtfahrzeuge gestanden haben müssen.

Der Typ 4 Motor hat im Vergleich zum Typ 1 einen größeren Zylinderabstand mit einer daraus resultierenden dickeren Lagerstuhlbreite, eine bessere Verrippung der Zylinder sowie Zylinderköpfe und großzügigere Querschnitte der Gaswechselkanäle und Ventile.

Mit einigen Tricks lassen sich dem original im Käfer verbauten Typ 1 Motor schnell 100 PS entlocken. Wenn mehr Leistung verlangt wird, werden teure Spezialteile und eine andere, nicht mehr original aussehende, Motorkühlung benötigt. Die Lebensdauer und Belastbarkeit des Motors leidet erheblich aufgrund der erläuterten konstruktiven Details.

Der Typ 4 Motor, der schon in einer originalen Variante mit 2,0l Hubraum 100 PS leistete, ist deswegen die standfestere Lösung zur Leistungssteigerung des Käfers. Vergleicht man nun einen Typ 1und Typ 4 Motor mit etwa 140 PS bezüglich der Anschaffung und Lebensdauer, relativiert sich der vermeintliche Preisvorteil des Typ 1 recht schnell. Mit unserem, mehr als 30 Jahre bestehenden, Konzept bieten wir eine standfeste Möglichkeit dem Käfer zu besseren Fahrleistungen zu verhelfen und ihn problemlos im Straßenverkehr und auf der Rennstrecke zu bewegen. Das Fahrzeug bleibt dabei völlig unauffällig und ist noch möglichst leise und sparsam. Wenn für Sie historische Authentizität und dauerhafter Fahrspaß wichtig sind, ist ein Typ 4 Motor aus unserem Haus genau das Richtige für Sie.