Käferblasen Hockenheim 1978 (Teil II von IV)

Flügeltiere:

Warum der Käfer als Käfer bezeichnet wird, ist bei der Betrachtung der Silhouette klar, nur die Flügel sind von außen (in Ruhestellung) beim namensgebenden Tier und am Auto nicht sichtbar. In wie weit die Besitzer der abgebildeten Fahrzeuge in diesem Sinne Abhilfe schaffen wollten wissen wir nicht. Eins ist aber eindeutig, schon Ende der 70er Jahre und auch davor waren aerodynamische Fahrhilfen äußerst populär. Wie viel davon bei den damaligen Fahrleistungen notwendig war, wie viel technischen Nutzen die eingesetzten Spoiler hatten und ob sie mehr der Individualisierung des Fahrzeugs dienten werden im Nachhinein wohl nur die damaligen Besitzer der Fahrzeuge beurteilen können. Interessant sind die Bilder aber vor allem aus historischer Sicht. Seit Anbeginn der Produktion wurde der Käfer immer von seinen Besitzern verschönert, verbessert oder anderweitig der eigenen Nutzung angepasst. Die hier abgebildeten Fahrzeuge spiegeln den Zeitgeist der späten 70er Jahre wieder.

Der rote 1303 zeigt neben dem interessant in die Motorraumklappe integrierten Heckspoiler und den BBS Rädern noch seitliche Lüftungsschlitze sowie einen Heckscheibenwischer! Am Golf im Hintergrund des Bildes, ebenfalls mit BBS Rädern ausgerüstet, ist zu erkennen was an Lackierung vor 35 Jahren in Tuningkreisen üblich war. Der silberne Käfer ist mit einem Typ 4 Motor mit stehendem Gebläse und einem großen Heckspoiler sowie einer Kotflügelverbreiterung versehen. Der blaue 1302 mit dem orangenen Streifen auf der Haube hat einen sauber geformten Frontspoiler, der auf die Karosserie geschraubt oder genietet ist. Der markentreue Fahrer trägt eine rote Jacke mit VW Emblem.